Außendienst JA bitte – ein Traumjob für viele Arbeitnehmer

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Ein (Berufs-) Leben auf der Straße oder: Die Vorteile einer Tätigkeit im Außendienst

Ja, ich gebe zu, ich bin ein Berufsvagabund. Ich liebe es, zu arbeiten, aber die Arbeit muss abwechslungsreich sein. Ich habe in etwa 10 Berufen gearbeitet. Drei davon im Außendienst. Drei waren mit vorhergehender Ausbildung. Den Rest habe ich mir autodidaktisch beigebracht und durch Training on the Job. Teilweise war ich angestellt, teilweise – wie jetzt auch – war ich selbständig. Alle Berufe haben eines gemeinsam: Ich hatte und habe während der Arbeit viel Kontakt zu Menschen.

Außendienst stand nicht immer auf meiner Wunschliste

Vor gut 25 Jahren begann ich meinen ersten Job im Außendienst. Außendienst war so ziemlich das Letzte, was ich mir damals als berufliche Tätigkeit vorstellen konnte. In meiner Phantasie fand ich es schrecklich unbequem und aufwändig, jeden Abend das Auto zu bepacken und bei jedem Wetter viele Kilometer auf der Autobahn abzureißen. Dazu Kunden abklappern und jeden Atemzug schriftlich dokumentieren. Anfangs sogar noch handschriftlich auf Formularen mit gefühlt 10 Durchschlägen (tatsächlich waren es nur 3). Wochenenden auf Messen verbringen, wochenlang zu Schulungen irgendwo kaserniert sein.

Nein ! Nicht mit mir. Ich bleibe am Schreibtisch.

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Vom Bürostuhl ins Vertreterauto

Manche Dinge im Leben nehmen einen eigenartigen Verlauf. Meine damalige Beschäftigung im Innendienst langweilte mich sprichwörtlich zu Tode. Es gab Tage, da hatte ich einfach nichts zu tun und saß nur herum. Ich sprach öfter mit einer Kollegin aus dem Vertrieb darüber, wie unterfordert ich mich hier fühlte. Sie ermunterte mich immer wieder, in den Außendienst zu gehen. Ihrer Meinung nach sei ich dafür geschaffen.

Nach weiteren gähnend langweiligen Wochen fasste ich all meinen Mut zusammen und bewarb mich tatsächlich intern auf eine freie Position im Außendienst. Halb Bayern sollte ich bereisen. Da hinfahren, wo andere Urlaub machten. In Regionen, wo ich kein Wort von dem verstand, was mir die Einheimischen sagten. Genauso gut hätte ich ein indigenes Volk im Amazonas aufsuchen können.

Es geht los

Nach einer längeren Weiterbildung kam dann der praktische Teil: Mit einem erfahrenen Kollegen aus dem Außendienst mitfahren, in das Gebiet eingewiesen werden, Kunden kennen lernen, Gespräche führen, beraten, verkaufen.

Außendienst und Selbstorganisation

Auch das Umsetzen der schon erwähnten Routineabläufe wollte gelernt sein. Hierzu gehörten:

  • Budgetplan erstellen
  • Wochenplanung machen
  • Tagesplanung machen
  • Dokumentieren
  • Auswertung durchführen
  • Manöverkritik üben

Dazu kamen dann noch die Terminabsprachen mit den Kunden, was in der Zeit vor Handy und Smartphone eine echte Herausforderung war. Es gab die berühmten gelben Telefonhäuschen. Wenn man Glück hatte, waren die darin befindlichen Fernsprecher noch intakt. Mit ganz viel Glück erwischte man ein Kartentelefon und musste nicht ständig Kleingeld nachwerfen. Oder man konnte in eine Poststation gehen und dort eine Telefonkabine nehmen und bezahlte später am Schalter. Heute in Deutschland unvorstellbar!

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Die Zeit vor HRS und Booking.com

Hotels wurden auf gut Glück gefunden und ein Zimmer bezogen oder bei der Touristeninfo gebucht. Wie heute meist auch, gab es ein Preislimit nach oben und sollte eingehalten werden.

Am Ende einer Arbeitswoche hatte man dann einen Wust von Rechnungen, seine Arbeitsberichte und alle sonstigen Dokumentationen, die in der Zentrale als Spesen-Abrechnung eingereicht wurden.

Als Außendienstler ist man heute immer noch der Unternehmer oder Dienstleister im eigenen Gebiet mit unglaublichen Freiheiten und viel Verantwortung.

Die Zahlen müssen stimmen

Wenn Du als Verkäufer im Außendienst arbeitest, zählt nur Dein Ergebnis. Du bekommst eine Budget Vorgabe, die Du erreichen musst. Danach wird Dein Wert errechnet und eine entsprechende Provision zusätzlich zum Grundgehalt gezahlt.

Als Angestellter selbstständig

Die Faszination im Außendienst liegt vor allen Dingen in der Freiheit der selbstständigen Arbeitsweise. Deine Vorgaben sind Dein begrenztes Gebiet und die Verkaufszahlen. Beim Servicetechniker ist es ein Bisschen anders. Er muss meistens nicht verkaufen, hat jedoch auch ein bestimmtes Gebiet, das er betreut. Den Takt seiner Einsätze geben allerdings die Kunden vor, die zum Beispiel einen Reparaturauftrag erteilen.

Als Servicetechniker musst du keine Budgets erfüllen, das entspannt kolossal.

Im Außendienst entsteht natürlich auch Stress, aber dieser Druck ist anders als in einem Unternehmen, wo die Hierarchien stärker gebündelt sind.

Du kannst Deinen Arbeitstag weitgehend selbst gestalten, es redet Dir keiner rein. Den Chef interessieren nur die ordnungsgemäße Abwicklung der Aufträge und das kundenorientierte Verhalten.

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Ein cooles Team

In meinem Fall war der Sprung ins kalte Wasser, also in den Außendienst, die richtige Entscheidung. Es passte einfach alles. Vorgesetzte, Kollegen, Ansprechpartner im Innendienst. Ich fühlte mich wie in einer großen Familie, die sich auch schon einmal im Biergarten traf, um den Feierabend ausklingen zu lassen. Meine Meinung zum Außendienst hatte sich innerhalb kürzester Zeit um 180 Grad gedreht.

Karrieren im Außendienst

Natürlich hast Du im Außendienst auch Möglichkeiten, Dich weiter zu entwickeln. Du kannst zum Beispiel Gebietsleiter werden, Vertriebsleiter oder Serviceleiter, je nachdem, in welcher Branche Du Dich bewegst.

Ich entschied mich für den Trainerjob im Außendienst und war fortan in ganz Deutschland unterwegs, manchmal über Wochen. Ein sehr freies Leben.

Hat der Job im Außendienst Kehrseiten?

Eindeutig ja: Der Freundeskreis erweitert sich dort, wo Du öfters als Außendienstler tätig bist und reduziert sich da, wo du sonst jeden Abend verfügbar warst. Es gibt immer Menschen, denen eine so freie Tätigkeit der Bekannten suspekt ist.

Der Job im Außendienst verändert dich auch positiv: Du wirst selbstbewusster, selbstorganisierter, kannst besser kommunizieren, wirst flexibler und lösungsorientiert. Kurz: du gewinnst beträchlich an persönlicher Reife.

Immer wieder Außendienst

Nach einer Familienpause, während der ich wegen m einer damals noch kleinen Tochter in einem Büro arbeitete, zieht es mich seit ein paar Jahren wieder regelmäßig nach „draußen“. Meine Tätigkeit macht es mir möglich.

Und ich bestätige, was mir mein erster Vorgesetzter im Außendienst prophezeihte:

„Du wirst für draußen verdorben für einen Bürotätigkeit“

Daher: Immer wieder Außendienst!

Helma Eßer-Dannhoff

Unser gesamter Service ist für den Bewerber kostenfrei!

Mehr als 3 Jahrzehnte Berufserfahrung als Vertriebsmitarbeiter, Coach, Unternehmer und Dienstleister – vorwiegend auf dem Sektor metallverarbeitender Berufe – machen uns zu Experten als Personaldienstleister für Servicetechniker und verwandte Berufe.